Die Hitzeschlacht von Ilsfeld

Am ersten Juniwochenende startete ich in einem Mix Team mit Sophie Lacher, Jacqueline Dietrich und Luisa Beck bei der Etappenfahrt in Ilsfeld.

_DX_1804Der Wetterbericht versprach hochsommerliche Temperaturen und Sonne satt. Der Wetterbericht täuschte sich dieses Mal leider überhaupt nicht …


_D1Y2069Am Freitagabend stand ein sechs Kilometer Zeitfahren, bzw. Prolog auf dem Programm. Meine Startzeit: Prime-Time, 20:15 Uhr. Beim Sieg von Ann-Sophie Duyck wurde ich Siebte. Ja … ganz zufriedenstellend … obwohl … ein bisschen mehr hatte ich mir doch erhofft … aber dafür war die Distanz wohl einfach zu kurz. Kaum sprang der Motor an, war ich auch schon im Ziel.

Das musste ich dann wohl schlucken und an den nächsten Tag denken.

 

_D1Y2265Der Start war in den Abendstunden … meine Hoffnungen auf angenehmere Temperaturen schwanden im Laufe des Tages.
_DX_2197Das Rennen war hart! Und bergig! Die Streckenführung war verflixt anspruchsvoll, auch wenn das Höhenprofil gar nicht mal so schlimm aussah, hatte es die Strecke in sich und so kam es, dass ich schon relativ früh die Segel streichen musste.
Nach dem Rennen versank ich in Verzweiflung bei dem Gedanken an den nächsten Tag.

_DX_2370127 km mit 2310 Höhenmetern … und ein Temperatursturz war nicht zu erwarten.

Die Strecke kannte ich noch … damals, 2013 wurde ich auf dieser Runde Deutsche Bergmeisterin … allerdings hatten wir damals bloß neun, anstatt 14 Runden zu absolvieren und es war gefühlt 175°C kühler.



_DX_2975Wie so oft, bringt eine Runde Schlaf die Moral zurück und am nächsten Morgen war ich motiviert, mich so lange wie nur möglich vorne zu behaupten und mich über die Berge rüber zu schrauben.
Ein paar Wölkchen schoben sich netterweise manchmal vor die Sonne, sodass die Hitze einigermaßen erträglich wurde.
Bis zur Hälfte lag ich ganz gut im Rennen. Bei der entscheidenden Attacke konnte ich nicht ganz folgen, biss mich aber in einer Verfolgergruppe fest. Als diese allerdings nochmal Gas gab, war mein Turbo schon verbraucht und ich musste reißen lassen.


_DX_3356Ich fand mich schließlich in einer größeren Gruppe … ich weiß nicht, ob man diese Hauptfeld nenne kann … wieder. In meiner Gruppe war auch Hanka Kupfernagel, die in den letzten zwei Runden nochmal ziemlich aufs Gaspedal drückte. Früher hätte ich wahrscheinlich reißen lassen … doch ich sah es einfach mal als Herausforderung an, da am Hinterrad kleben zu bleiben. Auch wenn man nicht ganz vorne fährt, kann man ja noch ein bisschen Rennen veranstalten. Und so lag ich am Ende ausgepowert hinter der Ziellinie und war froh, nochmal alles aus mir herausgeholt zu haben.


Mein Puls verlangsamte sich erst wieder nach einer eiskalten Dusche…und noch zwei Tage nach den Rennen hatte ich ein extrem erhöhtes Schlafbedürfnis. Diese Hitze war schon außerordentlich!!!

 

 

 

 

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